Rechtsschutzversicherung Bedingungen
Eine sogenannte Rechtsschutzversicherung kommt für die Kosten in einem Rechtsstreit auf. Dazu zählen nicht nur die Kosten für den Anwalt, sondern auch die allgemeinen Gerichtskosten und die Honorare für den Sachverständigen. Im Falle einer Niederlage werden sogar die Gerichtskosten des Gegners übernommen.Sollte der Versicherungsnehmer einmal selber mit dem Gesetz in Konflikt geraten, werden auch die Kautionskosten übernommen. In diesem Fall gibt es aber (je nach Versicherung) einen gewissen Höchstbetrag, der nicht überschritten werden darf. Große Unterschiede gibt es bei der Frage, in welchen Ländern der Versicherungsnehmer versichert ist. Grundsätzlich ist der Rechtsschutz in allen europäischen Ländern gültig. Auf anderen Kontinenten wiederum, handelt jede Versicherung anders. Während die Einen ihrem Kunden einen zeitlich beschränkten weltweiten Versicherungsschutz bieten, verfällt bei anderen Unternehmen der Rechtsschutz mit dem verlassen des europäischen Kontinents. Es ist grundsätzlich jedem zu empfehlen, sich frühzeitig um eine Rechtsschutzversicherung zu kümmern. Tut man dies nämlich erst bei dem Aufkommen eines gerichtlichen Falles, ist es zu spät. Die Versicherungen bestehen nämlich grundsätzlich auf eine "Wartezeit" von mindestens 3 Monaten. Bevor diese Zeitspanne abgelaufen ist, übernimmt die Rechtsschutzversicherung keinerlei Kosten.
Vor dem Eintritt in eine Rechtsschutzversicherung sollte man sich gut überlegen, für welchen Bereich man sich absichern möchte. Häufig entscheiden sich die Versicherungsnehmer für einen Arbeitsrechtsschutz. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise sein Gehalt nicht erhält oder mit seinem Arbeitszeugniss nicht einverstanden ist, tritt dieser Versicherungsschutz ein. Verkehrsteilnehmer sollten auch den Verkehrsschutz in Betracht ziehen. Die Bußgelder werden hierbei allerdings nicht übernommen, da es sich dabei um ein Selbst verschulden handelt.
Eher selten wird ein Beratung - Rechtsschutz ausgewählt. Doch auch dieser kann in gewissen Fällen äußerst hilfreich sein. Steht beispielsweise eine Ehescheidung an, ist die Beratung eines guten Anwaltes äußerst wichtig.
Je nach Bedarf kann sich der Versicherungsnehmer auch für weitere Rechtsschutz-Arten entscheiden. Dazu zählt beispielsweise der Steuer - Rechtsschutz, der Wohnungs- und Grundstücks Rechtsschutz, der Straff - Rechtsschutz, der Ordnungswidrigkeiten Rechtsschutz und der Steuer Rechtsschutz. Letzteres tritt beispielsweise ein, wenn es zu einem gerichtlichen Fall vor dem Finanzgericht kommt.
Doch auch die beste Rechtsschutzversicherung kommt nicht für alle Kosten auf. Schadensersatzansprüche werden in keinem Fall übernommen.
Da die Unterschiede nirgendwo größer sind als bei dem Rechtsschutz, sollte man die verschiedenen Angebote der Versicherungen gründlich miteinander vergleichen.
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