Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung
Wer aus psychischen oder physischen Gründen nicht mehr dazu in der Lage ist seinen Beruf auszuüben, verliert damit nicht nur sein Statussymbol und die Möglichkeit etwas zum Allgemeingut beizutragen. Viel schlimmer wirken sich die dadurch entstehenden finanziellen Schwierigkeiten aus.
Von der staatlichen Seite wurde die Berufsunfähigkeitsrente für all diejenigen abgeschafft, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden. Im Falle einer Invalidität steht daher nur noch die Erwerbsminderungsrente zur Verfügung. Diese wird danach berechnet, wieviel die berufsunfähige Person noch maximal arbeiten kann. Wenn ein ehemaliger Kraftlastwagenfahrer beispielsweise noch dazu im Stande ist, sechs Stunden täglich als Pförtner zu arbeiten, erhält er keine Erwerbsminderungsrente vom Staat.
Daher ist es unheimlich wichtig, sich gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit abzusichern. Die Gefahr einer Berufsunfähigkeit ist weitaus größer als viele vielleicht denken würden. Jedes Jahr sind 170.000 Arbeitnehmer in Deutschland davon betroffen. Der Grund hierfür ist nicht immer ein schwerer Unfall, sondern häufig auch eine einfache Krankheit. Aus diesem Grund ist jeder vierte deutsche Arbeitnehmer dazu gezwungen, noch vor dem gesetzlich vorgeschrieben Beginn der Altersrente, aus dem aktiven Berufsleben auszusteigen.
In diesem Fall kann sich jeder glücklich schätzen, der eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat. Jeder Arbeitnehmer, der seine zuletzt ausgeführte berufliche Tätigkeit nicht mehr vollständig ausüben kann, erhält durch die Versicherung eine Berufsunfähigkeitsrente. Die Berufsunfähigkeit muß dafür allerdings ärztlich nachgewiesen werden und vorraussichtlich mindestens sechs Monate überdauern.
Die Höhe der Beitragszahlung des Versicherungsnehmers, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein wichtiges Kriterium ist beispielsweise das Alter des Versicherten. Je älter dieser ist bzw. je kürzer es bis zum Beginn der gesetzlichen Rentenversicherung dauern würde, desto geringer fallen die Beitragszahlungen aus. Der ausgeübte Beruf spielt hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle. Wer in einem Beruf mit großen Gefahren arbeitet, muß mit einer höheren Beitragszahlung rechnen. Des weiteren richtet sich die Höhe der Beitragszahlung auch nach dem gesundheitlichen Zustand. Sind gewisse Vorerkrankungen bereits aufgetreten, schätzt die Versicherung die Gefahr einer Berufsunfähigkeit größer ein, was auch bei der verlangten Beitragszahlung berücksichtig wird. Das gleich betrifft auch Menschen mit einem ungesunden Lebensstil (beispielsweise Raucher).
Bevor man sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, sollte man die verschiedenen Leistungen sorgfältig miteinander vergleichen. Schließlich könnte davon die eigene Zukunft abhängen.